Im Blog Interview anlässlich des 10. CIO & IT-Manager Summits am 29. und 30. März in Wien, verrät uns Ingrid Kriegl, wie sich das Rollenbild vom CIO in den letzten Jahren geändert hat, welche Herausforderungen es bei der Integration von IT-Innovationen gibt und wie neue Technologien wie zum Beispiel Exasol Arbeitsabläufe im Unternehmen für den digitalen Wandel rüsten. I Kriegl

Was bedeutet BeCIO aus Ihrer Sicht heute?

Wenn man den C-Level betrachtet, hat sich die Rolle des CIOs in den letzten Jahren am dramatischsten verändert. Die Transformation vom „Techie“ zum Business-Enabler ist durchwegs gelungen. Die Lernkurve der CIOs ist steil – was jedoch auffällt – die Anforderungen an den CIO steigen noch schneller. Der CIO heutzutage muss denken wie ein CEO, den laufenden Betrieb in all seinen Facetten im Griff haben, flexibel und in „no time“ auf Anforderungen des Business reagieren und Innovationen im Unternehmen nicht nur ermöglichen, sondern aktiv treiben – bis hin zur „digitalen Revolution“. Fast schon eine „MISSION IMPOSSIBLE“. Zuweilen frage ich mich, was der CIO mit immer kleineren Teams noch alles tun soll? Verstehen Sie mich nicht falsch – es gibt viele sehr gute CIOs und sie leisten Enormes für den Erfolg ihrer Unternehmen. Es würde mich sehr freuen, wenn noch mehr CIOs dafür auch die entsprechende Wertschätzung ihrer Fachkollegen bekommen.
 

IT-Systeme werden im Digitalen Zeitalter bis zum Endkunden wirksam – Inwieweit ist denn Ihrer Erfahrung nach die interne IT darauf vorbereitet, auch das Kundenerleben zu gestalten? Ist die Customer Experience eine Aufgabe für den CIO?

Customer Experience ist das Um & Auf für den Erfolg – morgen noch mehr als heute. Aber die Verantwortung dafür hat nicht der CIO. Ich verstehe jedoch die Intention Ihrer Frage. Bisher war es so, dass IT-Systeme Dinge ermöglicht haben – mittlerweile verändern IT-Systeme die Dinge und zwar in allen Lebensbereichen sei es wirtschaftlich, gesellschaftlich oder privat. Aus meiner Sicht muss der CIO – neben dem laufenden Betrieb – die Basis für Innovationen schaffen. Er muss den Blick der Kollegen weiten, was aufgrund der rasenden technologischen Entwicklungen alles möglich wäre. Da soll er durchaus weit in die Zukunft schauen, um dann jene Impulse zu geben, die den Unternehmen ehrgeizige Visionen und bahnbrechende Innovationen erlauben. Die Entscheidung wohin es geht, ist aber meiner Einschätzung nach, Sache des CEO. Und in Bezug auf Ihre Frage – customer experience ist Sache der Fachabteilungen. Der CIO gibt Anregungen zu technologischen Möglichkeiten, ist Sparring Partner bei der Entscheidung der Fachabteilungen. Und dann sorgt er für die technische Umsetzung  – so schnell, so flexibel und so kostensparend wie möglich.

Sind die herkömmlichen Technologien im Unternehmen dafür gut aufgestellt? Wo gibt es Verbesserungs-Bedarf?

Auch wenn es abgedroschen klingt, aber die meisten IT-Abteilungen, die ich kenne sind mit dem Tagesgeschäft komplett eingedeckt. Die wenigsten IT-Leute haben die Zeit und die Mittel, sich intensiv mit neuen Technologien auseinanderzusetzen und diese mit Weitsicht – sozusagen auf Vorrat – einzusetzen. Das führt dazu, dass zwar neue Systeme eingeführt werden, diese aber kaum so weit gedacht werden dürfen, dass alte Systeme radikal abgelöst werden können. Die Koexistenz von Alt und Neu führt in den meisten Fällen dazu, dass IT Landschaften stetig komplexer und in Folge immer teurer und unflexibler werden. Ganz oben sollte jedoch das Bemühen um Verschlankung und Vereinfachung stehen. Nur damit entsteht die Flexibilität und die Freiheitsgrade, sinnvolle Innovationen leichter implementieren zu können.

Exasol bietet eine Technologie, die massiv die Geschwindigkeit in der Verarbeitung von Daten erhöht. Was bedeutet das für den CIO und welche Auswirkungen gibt es auf den Rest des Unternehmens?

Durch die Digitalisierung und Vernetzung von Systemen werden in allen Unternehmen viel mehr Daten anfallen. Die Erwartungen der Kunden sind ganz klar – ich will es individuell und ich will es sofort. Die Kombination der beiden Trends stellt höchste Anforderung an die performante Adhoc-Auswertung sehr großer Datenmengen. Dafür ist Exasol derzeit die leistungsfähigste und gleichzeitig leistbarste Technologie am Markt. Die Einfachheit, mit der Exasol eingeführt werden kann und wie sie sogar für bestehende DWHs als Accelerator fungieren kann, verblüfft uns selbst immer wieder aufs Neue. Mit Exasol kommen wir dem alten Traum des wartungsfreien DWHs sehr sehr nahe – ideal für den Adhoc-Betrieb. Exasol läuft auf schlanker Hardware (X86) und ist elegant horizontal skalierbar. Mit Exasol erlangen Fachabteilungen in Hinsicht auf Daten ihre Autonomie zurück, die Abhängigkeit von der IT ist somit Geschichte. Und IT-Experten werden von laufenden Tuning Maßnahmen ihrer DWHs entlastet und können sich um wichtigere Aufgaben kümmern – ihre Unternehmen technologisch für die mannigfaltigen Herausforderungen der Zukunft zu rüsten.